Datum: 05.02.1945, VOW ID 7804
Einsatzort: Frankfurt an der Oder
Bericht: Genosse Cardinal

Wir waren gestern erst wieder vorverlegt worden, unsere glorreichen Armeen der Weissrussischen und Ukrainischen Genossen hatten in den letzten vier Wochen seit Beginn unserer Offensive gewaltige Erfolge erzielt und die Frontlinie von Warschau bis an die Oder vorgeschoben. Es wird nicht mehr lange dauern, bis wir die letzten Reste des stinkenden Faschistenregimes hinweggefegt haben werden. Es war schon Gewohnheit geworden, alle paar Tage ging es auf vorgeschobene Plätze, es wurden Patrouillen geflogen, meistens stiessen wir auf keinerlei Widerstand. Es gab fast keine Deutschen mehr in der Luft, die kümmerlichen Reste der Luftwaffe waren für uns kein Gegner mehr. So war es auch heute nicht viel mehr als Routine, nach kurzer Einsatzbesprechung saß ich auch schon in meiner nagelneuen Yak3, die uns jetzt in großen Mengen zur Verfügung standen. Es zeigte sich täglich, daß wir uns letztendlich doch gegen das faulende System der germanischen Verbrecher durchgesetzt hatten. Insgeheim rechnete ich nicht damit, auf unserem Flug Richtung Berlin auf erwähnenswerte Luftwaffenaktivitäten zu stossen, die meisten Genossen waren ohnehin der Meinung, der endgültige Zusammenbruch des "Tausendjährigen Reiches" sei noch eine Frage von Tagen oder Wochen. Doch da, plötzlich sahen wir sie! Eine Gruppe von vier Fw190 D9 Langnasen stellte sich uns zum Luftkampf, es wurde ein kurzes Gemetzel. Nach wenigen Minuten trudelten bereits drei gegnerische Maschinen brennend zu Boden. Ich selbst hatte nach kurzer Kurbelei auch schon einen der Faschisten vom Himmel geschossen. Aus dem Augenwinkel sah ich, wie sich die letzte verbleibende FW190 versuchte in Richtung Westen abzusetzen, verfolgt von zwei Yak3. Es dauerte nicht lange, und der Deutsche zog eine Rauchfahne hinter sich her, er stürzte mitten ins Stadtgebiet, wo er sich in einer brennenden Spur zwischen den Häuserblocks zerlegte. Wir traten den Rückweg an und landeten unbehelligt nach wenigen Minuten. Es ging alles schon fast zu leicht. Es war nichts mehr übrig vom Stolz der Luftwaffe, was waren das nur für Piloten die in diesen Tagen in den deutschen Maschinen sassen..., sie werden nicht sehr alt gewesen sein, ... irgendwie schmeckte mir der Rückkehrwodka heute nicht so recht.....

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